Risiken bei der Immobilienfinanzierung

Da die Finanzierung einer Immobilie unbestreitbar zu den größten Investitionen unseres Lebens gehört, sollten Risiken am besten großräumig umschifft werden. Die Tipps und Hinweise, die von Banken und/oder den Vertretern von Bausparkassen ausgegeben werden, sind natürlich nur in den seltensten Fällen wirklich falsch. Hinsichtlich des immensen finanziellen Aufwandes sind die Informationen aber in vielen Fällen nicht umfangreich genug. Andere Hinweise bergen einfach ein viel zu großes Risiko, das den jeweiligen Kreditnehmer schnell in eine verfahrene Situation bringen kann.

Informationen abwägen

Es gibt Faustregeln, die im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung eigentlich immer Geltung haben. Wer sich beispielsweise zu einer eigenkapitalarmen oder im schlimmsten Falle eigenkapitalfreien Immobilienfinanzierung überreden lässt und mit lediglich einem Prozent Anfangstilgung in die Finanzierungsphase startet, geht ein hohes Risiko ein. Man sollte sich zudem über alle wichtigen Zinsmodelle, Finanzierungsmöglichkeiten und sonstige Konditionen vorab eingehender erkundigen. Auf verschiedenen Plattformen im Internet leisten andere User, die bereits über mehr Erfahrung verfügen, Hilfestellung bei der Zinseszinsformel oder gar bei der Auswahl eines passenden Kreditgebers. Die potenziellen Bauherren, die über keinerlei Erfahrungen verfügen, neigen überdies nicht selten dazu, ihre eigene Arbeitskraft viel zu optimistisch einzuschätzen. Sogenannte Nachtragsaufträge werden immer dann fällig, wenn man seine geplante Eigenleistung nicht im vorher vereinbarten zeitlichen Rahmen erbringen kann. Als Folge werden dann wieder weitere Darlehen nötig, die schlimmstenfalls den eigenen Finanzplan völlig zunichtemachen. Die Zinsangaben für Bausparkassen-Sofortfinanzierungen werden von unerfahrenen Kreditnehmern ebenfalls oft nicht richtig durchschaut. Wir möchten an dieser Stelle auch in Bezug auf den Abschluss des Darlehensvertrags zur Vorsicht mahnen. Oft fallen plötzlich Extrakosten an, mit denen der schlecht informierte Bauherr gar nicht gerechnet hat. So werden von einigen Kreditinstituten beispielsweise Schätzkosten rückwirkend verrechnet. Bereitstellungszinsen, die von der Bank oder der Bausparkasse für den Fall erhoben werden, dass zwischen der vereinbarten Auszahlungsreife und der faktischen Inanspruchnahme der Kreditmittel ein größerer Zeitraum liegen sollte, müssen ebenfalls von Beginn an kritisch beäugt werden.
Schon heute an die Restschuld denken

Da das Baugeld dieser Tage noch vergleichsweise günstig ist, sollte man generell von einer sehr niedrigen Anfangstilgung absehen, da hier ebenfalls ein recht hohes Risiko lauert. Wenn die mit der Bank vereinbarte Zinsbindung erst einmal verstrichen ist, muss die Restschuld mit einem finalen Darlehen beglichen werden. Ärgerlich ist es in so einem Fall natürlich, wenn die Zinsen zu diesem Zeitpunkt wesentlich höher liegen als beim ursprünglichen Vertragsabschluss. Nicht selten kommt es auf diese Weise zu erheblichen Mehrkosten, mit denen man als Bauherr natürlich nicht gerechnet hat.